Die Bundesärztekammer (BÄK), der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und die Beihilfekostenträger haben ihre gemeinsame Abrechnungsempfehlung zur Berechnung von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen analog der Nr. 245 GOÄ erneut verlängert: Nr. 245 GOÄ analog ist somit weiterhin zum Einfachsatz bis zum 30.09.2021 berechenbar.

Aktuelle Abrechnungsempfehlung bis zum 30.09.2021:

Gemeinsame Analogabrechnungsempfehlung von BÄK, PKV-Verband und den Trägern der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie:

  • Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie, je Sitzung analog Nr. 245 GOÄ, erhöhte Hygienemaßnahmen, zum 1,0fachen Satz

Die Abrechnungsempfehlung gilt bis zum 30.09.2021 und ist nur bei unmittelbarem, persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen einer ambulanten Behandlung anwendbar.

Bei Berechnung der Analoggebühr nach Nr. 245 GOÄ kann ein erhöhter Hygieneaufwand nicht zeitgleich durch Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes für die in der Sitzung erbrachten ärztlichen Leistungen berechnet werden. Eine Steigerung von weiteren in derselben Sitzung erbrachten Leistungen z.B. über den 2,3fachen Satz ist ausschließlich aufgrund sonstiger Besonderheiten der Bemessungskriterien (Erschwernisgründe) möglich.

Die Berechnung der Nr. 245 GOÄ ist bei einer Leichenschau nicht berechnungsfähig. Erhöhte Aufwände können hier nur über die Nr. 102 GOÄ geltend gemacht werden.

Die Regelung im Detail: Erläuterungen der BÄK zu den Abrechnungsempfehlungen

ACHTUNG: Die Mehrfachberechnung der Nr. 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen ist nur noch bis 30.06.2021 möglich. Hier wurde keine Verlängerung beschlossen.

Bis zum 30.09.2021 verlängert wurden hingegen auch die Abrechnungsempfehlungen zur Telemedizin und Psychotherapie:

Gemeinsame Abrechnungsempfehlungen von BÄK, BPtK, PKV-Verband und den Trägern der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder zu telemedizinischen Leistungen bei Erbringung im Rahmen der COVID-19-Pandemie

Auch die Bundeszahnärztekammer verlängert die entsprechende Empfehlung, so dass die Hygienepauschale mittels Ziffer Nr. 3010 GOZ analog bis 30.09.2021 abgerechnet werden kann:

Information der Bundeszahnärztekammer zu COVID-19 und erhöhten Hygienekosten