Bundesärztekammer (BÄK), Bundeszahnärztekammer (BZÄK), PKV-Verband und die Beihilfekostenträger haben ihre gemeinsame Abrechnungsempfehlung zur Berechnung von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen neu geregelt:

Ab 1.1.2022 bis 31.3.2022 kann nur noch die Nr. 383 GOÄ analog mit dem Faktor 2,3 für erhöhte Hygieneaufwände im Rahmen der Corona-Pandemie angesetzt werden (= 4,02 EUR). Dies gilt sowohl für Humanmediziner als auch für Zahnmediziner.

Der Ansatz der Nr. 245 GOÄ analog (Humanmediziner) bzw. Nr. 3010 GOZ analog (Zahnmediziner) ist damit nicht mehr zulässig.

Die Kriterien für die Berechnung der Hygienepauschale bleiben unverändert:

  • Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie, je Sitzung einmal berechenbar
  • nur bei unmittelbarem, persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen einer ambulanten Behandlung berechbar
  • bei Berechnung der Analoggebühr nach Nr. 383 GOÄ kann ein erhöhter Hygieneaufwand nicht zeitgleich durch Überschreiten des Schwellenwertes (z. B. des 2,3fachen Gebührensatzes) für die in der Sitzung erbrachten ärztlichen Leistungen berechnet werden. Eine Steigerung von weiteren in derselben Sitzung erbrachten Leistungen über den Schwellenwert ist ausschließlich aufgrund sonstiger Besonderheiten der Bemessungskriterien (Erschwernisgründe) möglich.
  • für Leichenschauen nicht berechenbar. Erhöhte Aufwände können hier nur bei besonderen Todesumständen über die Nr. 102 GOÄ geltend gemacht werden.

Auch D-Ärzte können bis 31.3.2022 eine Pauschale in Höhe von 4,– Euro » […] für jeden persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt [ …] für jeden Behandlungstag […]« geltend machen:

»3. Die Pauschale kann als besondere Kosten mit der Bezeichnung „COVID-19 Pauschale“ mit der regulären Behandlungsrechnung (§ 64 Abs. 1 Ärztevertrag) abgerechnet werden. Für zurückliegende bereits abgerechnete Behandlungen kann die Pauschale dem UV-Träger nachträglich  [bis 16.03.2020] in Rechnung gestellt werden.«

Quellen: